Lexikon / M
Was bedeutet „lebensmittelecht“ bei Verpackungen?
Der Begriff lebensmittelecht kennzeichnet Materialien, die physiologisch unbedenklich sind und keine gesundheitsgefährdenden Stoffe an Nahrungsmittel abgeben. In der Verpackungstechnik ist dies die entscheidende Zertifizierung für den Food-Sektor: Entsprechend deklarierte Produkte sind offiziell für den direkten Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln zugelassen. Sie gewährleisten, dass Geschmack, Geruch und die chemische Zusammensetzung der Ware unverfälscht bleiben.
MDPE-Folie: Die zähe Lösung für hohe technische Ansprüche
MDPE (Medium Density Polyethylene) ist ein Polyethylen-Kunststoff mit mittlerer Dichte. Er schlägt technologisch die Brücke zwischen der hohen Flexibilität von LDPE und der ausgeprägten Steifigkeit von HDPE. Im Logistikalltag zeichnet sich dieses Material durch spezifische mechanische Vorteile aus:
- Materialbasis: Die Folie wird aus einer Mischung hochvergüteter PE-Granulate hergestellt, was ihre physikalischen Eigenschaften optimiert.
- Extreme Widerstandsfähigkeit: MDPE gilt als überdurchschnittlich zäh und weist eine hohe Reiß- sowie Durchstoßfestigkeit auf.
- Ressourceneffizienz: Ein wesentlicher Vorteil für die ökologische Bilanz und die Materialkosten ist die mögliche Stärkenreduzierung von bis zu 50 % bei gleichbleibender Stabilität im Vergleich zu Standardfolien.
BOXXCO-Expertenhinweis: Materialwahl und Prozessoptimierung
Beim Versand von Gütern, die eine sichere Fixierung bei gleichzeitig geringem Eigengewicht erfordern, stellt MDPE oft die technologisch überlegene Wahl gegenüber Standard-LDPE-Folien dar. Durch die Reduzierung der Folienstärke lässt sich der Materialeinsatz signifikant senken, ohne Kompromisse bei der Transportsicherheit einzugehen. Bei der Auswahl von Lebensmittelverpackungen sollte zudem stets auf das internationale Glas-Gabel-Symbol geachtet werden – es dient als primärer Nachweis für die Lebensmittelechtheit von Folien, Beuteln oder beschichteten Kartonagen.